Diese Zeitreise führt uns zurück in das Zeitalter der Prohibition, mit ihren zwielichtigen Gangstern, die in überfüllten, verrauchten Bars (sogenannten Speakeasys) Unterschlupf vor der Polizei suchen. Es sind Geschichten über leichte Frauen und Herren in Borsalinos, die ihr Territorium und ihre illegale Ware vor Konkurrenten und der Polizei verteidigen. Zwar ist die Musik ihres inzwischen dritten Albums inspiriert von den Brass Bands der goldenen Zwanziger, das Ergebnis ist allerdings absolut zeitgemäß: Hier treffen alte Swing-Samples, Blasinstrumente, Kontrabass auf Synthesizer und DJ-Scratches. Der Swing der zwanziger und dreißiger Jahre trifft auf Hip Hop und Electro Beats, die einem unweigerlich zum Tanzen animieren. Auch wenn die Stories und der Look aus einer anderen Zeit stammen, so können es der Gesang und das Songwriting ohne weiteres mit allen aktuellen Pop-Produktionen aufnehmen. Die Straßburger erregten in Frankreich schnell die Aufmerksamkeit der Veranstalter von hippen Szenebühnen wie der „Laiterie“ und „Noumantrouff“ und können inzwischen auf eine Historie von über 350 Konzerten zurückblicken. Der Sänger, Pianist und Kopf der Gruppe Ry’M hat in Boston am Berklee College of Music sein Musikstudium abgeschlossen, DJ Q – der sich für die elektronischen Elemente und die Scratches verantwortlich zeigt – hat schon im Vorprogramm für Größen wie Sniper, NTM und DJ Premier aufgelegt. Vor einer im schwarz-weiß Look gehaltenen Vintage-Style Bühne performen Ry’M und DJ Q zusammen mit ihren Kollegen Sam (Schlagzeug) und Marco (Bass und Kontrabass) ihre bunte Mischung aus Electro, Jazz, Hip-Hop und Pop-Musik. In Frankreich sind sie mit ihrer energetischen Live-Show bereits ein Garant für einen großartigen Abend. Bald schon werden sie auch die Herzen der deutschen Konzertbesucher im Sturm erobern.